Damen: Packender Pokalfight mit unglücklichem Ende

Sie haben alles gegeben und es dem klassenhöheren Team richtig, richtig schwer gemacht.
Doch am Ende, nach 120 Minuten, hat es nicht gereicht. Die Frauen des VfL Wolbeck sind nach der 3:5 Niederlage gegen den SC Gremmendorf aus dem Kreispokal ausgeschieden.

Bereits nach 10 Minuten sah es nach einer klaren Angelegenheit für den Gast vom Hohen Ufer aus. Die schnelle 2:0 Führung sollte jedoch nur 16 Zeigerumdrehungen Bestand haben. Dann schlug der VfL durch den Anschlusstreffer von Natascha Baigar zurück. Kurz nach dem Wechsel dann der verdiente Ausgleich durch Viktoria Mouratidis (47.), dem Leandra Weßels in der 72. Spielminute die 3:2 Führung per Foulelfmeter folgen ließ. Dies war bereits ihr zweiter Versuch vom Punkt. Kurz zuvor hatte sie das Spielgerät bereits in den Wolbecker Abendhimmel gejagt.
Nachdem Tanja Heep die Riesengelegenheit zum 4:2 im direkten Duell mit SCG-Keeperin Vera Heinker ausgelassen hatte, kam es, wie es kommen musste. Drei Minuten vor dem regulären Ende erzielte Mareike Ficht den für den Westfalenligisten mehr als glücklichen Ausgleich.
Und so ging es um 21:58 Uhr in die Verlängerung. Ein Flutlichtausfall gegen 22:00 Uhr drohte, da keiner wusste, ob die Stadt Münster das Licht mittlerweile über eine Zeitschaltuhr regelt. Aber die Kerzen brannten weiter.
In der Extratime machten es die Gremmendorferinnen dann einfach besser und cleverer. Der VfL kam kaum noch aus der eigenen Hälfte und konnte sich somit bei schwindenden Kräfte nicht mehr entlasten.
Die Tore von Franka Markmann (103.) und Daniela Karman per Strafstoß (119.) waren die fast schon logische Konsequenz.
Dann war Schluss. Unter dem Applaus der noch verbliebenen Zuschauer verließ das Team von Patrick Timmermann erhobenen Hauptes das Spielfeld. Alles gegeben und doch verloren. Aber den vermeintlichen Favoriten richtig geärgert.
Das war richtig klasse, Mädels!!!